Nicht daß sie sich nun etwa in Margaret Mitchells Roman wähnen und das Weiterlesen gleich unterlassen, weil Sie sich schließlich für alte Autos interessieren und möglicherweise weniger für alte Romane.

Also, dieser Titel passt schon recht gut zu unserer Geschichte, die diesmal von einem vielgeliebten und heißbegehrten automobilen Zubehör handelt, den Lampen aus den Kindertagen des Autos.

So manche Messing- oder Nickellampe läßt das Herz des Sammlers höher schlagen, ganz zu schweigen von dem ästhetischen Vergnügen beim Anblick dieser schönen Raritäten. Natürlich ist nicht jede Lampe selten, da bedarf es schon den Blick des Kenners. Einen solchen haben wir in Jan Bruijn, der zusammen mit Tony Paalmann das Automuseum in Deventer (NL) leitet.

 

Seine Lampensammlung umfasst hauptsächlich französische und englische Exemplare, darunter solche Raritäten wie Karbid- und Petroleumlampen von C.S. Rolls & Co, J. Carriere, Ducellier, The Bartlite, Margondeaux oder Willocque-Bottin (B). Auch erste elektrische Scheinwerfer wie die  Auteroche, Bleriot oder der Edelmarke Marchal gehören zur Sammlung. Man kann davon ausgehen, daß Lampen aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg, die auf dem europäischen Festland produziert wurden, heute selten zu finden sind. Zwei Weltkriege haben auch hier für Zerstörung gesorgt.

Damals, am Anfang des Jahrhunderts bis ungefähr 1914 herrschte die Karbidlampe, die solch vorsintflutlich anmutende Versuche wie die kerzenbestückte Lampe und die Öllampe erfolgreich abgelöst hatte. Aber auch ihre Zuverläßigkeit hielt sich in Grenzen, sonst wäre der endgültige und allgemeine Durchbruch der elektrischen Beleuchtung Anfang der 20er Jahren nicht so ein Segen für die automobile Zunft gewesen.